14.03.2017

„EU unterstreicht mit Förderung die Bedeutung des bayernhafen Regensburg als Logistik-Drehscheibe für Europa“

Geschäftsjahr 2016: Güterumschlag per Binnenschiff und Bahn 3,06 Mio. t; Containerverkehr 130.205 TEU

Rund 5 Mio. Euro werden bis 2021 in die Beseitigung von Engpässen bei der schienenseitigen Hafeninfrastruktur investiert (im Bild der Hafenbahnhof im bayernhafen Regensburg).

Regensburg, 14. März 2017 – Im bayernhafen Regensburg, der zusammen mit den Hafen-Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth und Passau zur bayernhafen Gruppe gehört, wurden 2016 insgesamt 3,06 Mio. t Güter über die beiden umweltverträglicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn umgeschlagen (Vorjahr:  3,6 Mio. t). Ein Plus von 3,3 % gab es beim Containerverkehr (2016: 130.205 TEU). Auf rund 8 Mio. Euro beläuft sich das Investitionsvolumen im bayernhafen Regensburg.

Weiterhin auf einem hohen Niveau ist der Containerumschlag im bayernhafen Regensburg: 130.205 TEU (twenty foot equivalent unit - 1 TEU entspricht einem 20-Fuß-Container) wurden im vom CTR Container Terminal Regensburg GmbH betriebenen Containerterminal in 2016 umgeschlagen, damit ist die Kapazitätsgrenze erreicht. Durch die Terminalerweiterung wird die Umschlagskapazität auf 200.000 TEU p.a. erhöht. Per Containerzug ist der bayernhafen Regensburg siebenmal die Woche mit den deutschen Nordseehäfen Hamburg und Bremerhaven verbunden. Der LKW sorgt für die regionale Verteilung, der Großteil des Transports findet auf der Schiene statt. Neben Containern wurden per Bahn z.B. Mineralöl und Zement transportiert sowie ganze LKWs mit der Rollenden Landstraße (RoLa). Die Einstellung der RoLa Regensburg-Trento per 30. Juni 2016 ist ein wesentlicher Grund für den Rückgang der Bahn-Tonnage um 13,8 % auf 1,71 Mio. t.

Per Schiff wurden im vergangenen Jahr 1,35 Mio. t umgeschlagen, das sind 18,1 % weniger als 2015. Verantwortlich für das verringerte Umschlagsvolumen in dem gemessen am Schiffsgüterumschlag größten Hafen in Bayern sind mehrere Faktoren: So ging der Umschlag von Mineralöl und Steinkohle per Schiff weiter zurück. Wasserstand­s­bedingt kam es zu weniger Leichterungen als im Vorjahr – dies hatte Auswirkungen auf mehrere Güterarten. Den größten Anteil am Schiffsgüterumschlag machen weiterhin landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Nahrungs- und Futtermittel aus mit zusammen 579.797 t. Von Regensburg wird Getreide per Binnenschiff zu den Seehäfen an der Nordsee und von dort in die ganze Welt transportiert. Auch für den Transport von hochwertigen Industriegütern wie Anlagen und Maschinen ist das Binnenschiff ideal. So werden in Regensburg gefertigte Trafos im bayernhafen Regensburg aufs Schiff verladen und starten von hier Richtung Weltmarkt. „Mit seinen Umschlagmöglichkeiten für große und schwere Güter ist der bayernhafen Regensburg ein wichtiger Standortfaktor für die heimische Industrie“ sagt Dieter Haack, Niederlassungsleiter bayernhafen Regensburg. 

 

Das Ausmaß der Verkehrsverlagerung

… zeigt sich, wenn statt Güterumschlag in Tonnen die Transportleistung der einzelnen Verkehrsträger in Tonnenkilometern betrachtet wird. In Deutschland transportierte nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in 2014 die Eisen­bahn ihre Güter durchschnittlich 309 Kilometer weit, das Binnenschiff 259 km, der Lkw, der insbesondere den Vor- und Nachlauf übernimmt, nur 94 km. Die durchschnittliche Transportweite per Binnenschiff am bayernhafen Regensburg betrug im vergangenen Jahr 818 km. Am bayernhafen Regensburg ergeben sich so fürs Binnenschiff insgesamt 1,1 Milliarden Tonnen­kilometer. Jede Tonne, die auf der Langstrecke per Schiff oder Bahn reist, entlastet die Straßen und schont die Umwelt. Verkehrsverlagerung beim Gütertransport auf langen Strecken ist ein wesentliches Ziel für die bayernhafen Gruppe. Die Basis dafür sind gut angebundene Hafen-Standorte, die eine intelligente Verknüpfung der drei Verkehrsträger Schiff, Bahn und Lkw in der Transportkette ermöglichen.

 

Investitionen 2016 und Ausblick Projekte 2017
Die bayernhafen Gruppe investierte 2016 rund 8 Mio. Euro in den Standort Regensburg – insbesondere in die Vorbereitung und Erweiterung von Ansiedlungsflächen und in die Hafeninfrastruktur.

Rund 5 Mio. Euro werden bis 2021 in die Beseitigung von Engpässen bei der schienenseitigen Hafeninfrastruktur investiert, z.B. für die Verlängerung von Gleisanlagen für Ganzzüge, den Ausbau der Elektrifizierung und die Verbesserung des Verkehrsflusses an Bahnübergängen im Hafengebiet. Auf Antrag der bayernhafen Gruppe kommen davon 1,1 Mio. Euro aus Brüssel. Den Förderzuschuss erhält der bayernhafen Regensburg im Rahmen des europäischen Finanzierungs-Instruments „Connecting Europe Facility“ (CEF). Die EU-Kommission hatte dem CEF-Komitee ausgewählte Projekte vorgeschlagen. „Die EU unterstreicht mit dieser Förderung die Bedeutung des bayernhafen Regensburg als Logistik-Drehscheibe für Europa“ sagt Dieter Haack, Niederlassungsleiter bayernhafen Regensburg. Neben dem bayernhafen Nürnberg gehört der bayernhafen Regensburg als einer von zwei Binnenhäfen in Bayern zu den von der EU definierten Kernnetzhäfen von europäischer Bedeutung und liegt auf einer der neun zentralen Transportrouten in Europa, dem Rhein-Donau-Korridor.

Die bayernhafen Gruppe plant für 2017 an den sechs bayernhafen-Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau Investitionen in Höhe von insgesamt circa 30 Mio. Euro anzustoßen, dazu gehören über mehrere Jahre laufende Optimierungsmaßnahmen an der schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur. Wesentlich zum Geschäftsmodell der bayernhafen Gruppe gehört die Steuerung der Flächenverfügbar­keit - durch kontinuierliche Optimierung und Revitalisierung. Als Grundstückseigentümer sorgt bayernhafen mit Miet- und Erbbaurechtsverträgen dafür, dass durch eine Art permanenter Konversion sparsam mit Flächen umgegangen wird.

Ansiedler investierten 2016 ihrerseits in ihre Standorte im bayernhafen Regensburg: So nahm die DTU Donau-Transport- und Umschlagsgesellschaft eine Lagerhalle für Schüttgüter aus dem Schifffahrtsbereich in Betrieb, die Horst Pöppel Spedition errichtete ein 11.000 qm großes Multi-User-Warehouse für Lebensmittel, und die TraSt Logistics GmbH hat mit dem Bau einer weiteren Lagerhalle begonnen. „Als Standort-Architekt bieten wir den Ansiedlern im bayernhafen Regensburg ideale Bedingungen, um zu wachsen und sich zu erweitern“, sagt Dieter Haack, „dies nutzen Unternehmen, die bereits seit Jahrzehnten im Hafen sind, ebenso wie junge Unternehmen, die sich am Markt etablieren. Wir verstehen uns als unternehmerisch denkender und handelnder Partner unserer Kunden.“

 

bayernhafen Regensburg als Beschäftigungs-Magnet

In einer empirischen Studie zur regionalen Beschäftigungswirkung der sechs bayernhafen Standorte ging die bayernhafen Gruppe 2016 der Frage nach, wie viele Arbeitsplätze ein Binnenhafen bewirkt. Die Studie basiert auf einem Leitfaden, den der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e.V. und das Institut für Verkehrsplanung und Logistik an der Technischen Universität in Hamburg gemeinsam entwickelt haben. Das Ergebnis für den bayernhafen Regensburg: Über 7.500 Arbeitsplätze in der Region hängen vom bayernhafen Regensburg ab. Damit kommen auf jeden der insgesamt rund 1.800 Arbeitsplätze im bayernhafen Regensburg mehr als drei Arbeitsplätze bei Unternehmen in der Region.

 

Die vollständige Jahrespressemitteilung steht auch als PDF  zum Download zur Verfügung.

Gerne stellen wir Ihnen das folgende Foto und das Titelbild als jpg-Dateien zur Verfügung. Als Quellenangabe verwenden Sie bitte: „bayernhafen“.

Schwergutumschlag am Westhafen-Nordkai im Twinverfahren, d.h. zwei Kräne nehmen sich zusammen eines Umschlagguts an, hier ein Teil für eine Baumaschine. Organisiert wurde der Schwergutumschlag von der im bayernhafen Regensburg ansässigen DTU Donau-Transport-und Umschlaggesellschaft mbH.

Die Mittelbayerische Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 15. März über das Jahrespressegespräch. Den Artikel von Herrn Mario Geisenhanslüke mit zwei 360-Grad-Aufnahmen vom bayernhafen Regensburg finden Sie auf:

http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/bayernhafen-umschlag-geht-zurueck-21179-art1497331.html

 

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