15.03.2018

„Das Potenzial von Schiff und Bahn weiter stärken“

Geschäftsjahr 2017: 3,05 Mio. t Güterumschlag per Binnenschiff und Bahn; Plus 11,3 % beim Schiffsgüterumschlag; eigene Investitionen von rund 14 Mio. Euro angestoßen

Binnenschiff im Westhafen des bayernhafen Regensburg

Der kumulierte Bahn- und Schiffsgüterumschlag des bayernhafen Regensburg beträgt 3,05 Mio. t Güter im Jahr 2017

Regensburg, 15. März 2018 – Im bayernhafen Regensburg wurden 2017 insgesamt 3,05 Mio. t Güter über die beiden umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn umgeschlagen. Ein Plus von 11,3 % gab es beim Schiffsgüterumschlag (1,502 Mio. t). Die bayernhafen Gruppe, zu der neben Regensburg auch die Hafen-Standorte Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth und Passau gehören, setzte auch 2017 ihre Strategie fort, dem Gütertransport per Schiff und Bahn bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten. So stieß die bayernhafen Gruppe 2017 Investitionen im bayernhafen Regensburg in Höhe von rund 14 Mio. Euro an.  

Der Januar 2017 war in Teilen Süddeutschlands der kälteste seit dreißig Jahren: 3½ Wochen lang, bis Mitte Februar, musste die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal und der bayerischen Donau wegen der Eislage eingestellt werden. Entsprechend ging der Schiffsgüterumschlag im ersten Quartal 2017 um rund ein Drittel gegenüber 2016 zurück. Dies wurde übers Jahr jedoch wieder aufgeholt. So erreichte der bayernhafen Regensburg, der vom Schiffsgüterumschlag her größte bayerische Hafen, eine Steigerung von 11,3 % gegenüber dem Vorjahr auf 1,502 Mio. t.

Den größten Anteil an der Schiffstonnage machten mit über einem Drittel landwirtschaftliche Erzeugnisse und Nahrungs- und Futtermittel aus, gefolgt von der Gütergruppe Stahl, Eisen und Nichteisen-Metalle, die im letzten Jahr ebenso wie feste mineralische Brennstoffe und Erze stark zulegte. Auch hochwertiges Schwergut wie Anlagenteile, Schleusentore und circa 30 Trafos wurden ins Binnenschiff verladen und starteten von hier Richtung Weltmarkt.

Per Bahn wurden 1,552 Mio. t umgeschlagen, 9,2 % weniger als im Vorjahr. Ein Grund dafür ist die per 30. Juni 2016 durch die italienische Staatsbahn eingestellte Rollende Landstraße (RoLa) vom bayernhafen Regensburg nach Trento. Über die Brenner-Route wird aktuell intensiv diskutiert. Beim internationalen Brenner-Gipfel Anfang Februar 2018 vereinbarten die politischen Vertreter, bis Mai Vorschläge zu erarbeiten, wie mit der Rollenden Landstraße Straßentransporte auf die Schiene verlagert werden können. Die bayernhafen Gruppe bringt sich hier aktiv ein.

Per Containerzug ist der bayernhafen Regensburg siebenmal die Woche mit den Nordseehäfen Hamburg und Bremerhaven verbunden. Für die regionale Verteilung sorgt der LKW, der Großteil des Transports findet auf der Schiene statt. Der Containerumschlag beläuft sich in 2017 auf 116.067 TEU  (*twenty foot equivalent unit - 1 TEU entspricht einem 20-Fuß-Container).  Weitere Hauptumschlaggüter per Bahn sind Mineralöl und Zement.      

 „Der Erhalt und Ausbau von Infrastruktur ist ein Dauerbrenner“,
sagt Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der bayernhafen Gruppe, „denn Infrastruktur ist das Rückgrat unserer Wirtschaft – sie muss laufend in Stand gehalten werden. Dies nehmen wir an unseren Standorten mit unserer Bauherren-Fähigkeit selbst in die Hand. Um die Ausgangsposition für den Gütertransport per Schiff und Bahn weiter zu verbessern, braucht es einen langen Atem. Wir investieren daher kontinuierlich in die schienen- und wasserbezogene Infrastruktur und in die Dienstleistungen an unseren Standorten.“

Für 2018 plant die bayernhafen Gruppe über all ihre Standorte Investitionen in Höhe von rund 32 Millionen Euro. Dazu gehört die Vorbereitung von Ansiedlungsflächen sowie über mehrere Jahre laufende Optimierungsmaßnahmen an der schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur. Für den Standort Regensburg stieß die bayernhafen Gruppe 2017 Investitionen in Höhe von rund 14 Mio. Euro an. Auch Ansiedler investierten im letzten Jahr in den Standort Regensburg: So hat am Osthafen die TraSt Logistics GmbH, ein Logistikdienstleister für Getreide, Dünger und Futtermittel, eine 2.500 m² große Halle errichtet, Investitionsvolumen circa 3 Mio. Euro.

Flächenrecycling statt Flächenverbrauch
Die bayernhafen Gruppe bietet an ihren sechs Standorten für ihre Kunden Eigentum auf Zeit, über Erbbaurechts- und Mietverträge. Dies stellt eine nachhaltige Nutzung sicher, reduziert Leerstand und ermöglicht den Nutzerwechsel auf ein und derselben Fläche - das heißt Flächenrecycling geht vor Bauen auf grüner Wiese. Aktuell plant die bayernhafen Gruppe nach dem Rückbau eines Gebäudes in der Linzer Straße den Neubau eines dreistöckigen Bürogebäudes mit rund 1.900 qm zur Vermietung. Fertigstellung voraussichtlich Ende 2018, Investitionsvolumen rund 3 Mio. Euro.

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Per Binnenschiff lassen sich schwere und großvolumige Güter sicher und umweltschonend transportieren. So wurden 2017 im bayernhafen Regensburg unter anderem Schleusentore für Cernavoda in Rumänien verladen. (Quelle: bayernhafen Regensburg / altrofoto Uwe Moosburger)
Schwergutumschlag im bayernhafen Regensburg. Umschlag von Schleusentoren
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